Fragen und Antworten zur Technik
Was leisten Ihre Systeme im Vergleich zu Eigenbaulösungen?
Eigenbaulösungen können technisch funktionieren, erfüllen aber nicht die hohen Anforderungen von Feuerwehren und Hilfsorganisationen.
- Einsatz zuverlässiger, erprobter Komponenten
- Zentrale und dezentrale Systemlösungen je nach Anforderung umsetzbar
- Anbindung sämtlicher technischer Schnittstellen, einschließlich echter BMA-Aufschaltung und Leitstellenanbindung
- Umsetzung durch erfahrene Systemintegratoren
- Professionelles Projektmanagement und systematische Projektierung
- Pauschalpreis pro Fahrzeug, unabhängig von den Anforderungen vor Ort; 100 % investive Kosten
- Klar geregelte Haftungsfragen
- System-Watchdogs zur Überwachung des Anlagenzustands
- Lückenlose Dokumentation inklusive Messwerten und Konfiguration
- Dokumentation des gesamten Lebenszyklus jeder Komponente über unser ERP-System
- Fernwartung möglich
- Zentrales Service-Log durch den Anbieter
- Wartungsverträge nach Vorgaben der Schadensversicherer
- Datenschutzkonformität
- Uptime-Monitoring
- Schutzrecht beim Deutschen Patent- und Markenamt eingetragen
Wie unterscheiden sich Rauchmelder von Rauchsensoren?
Technisch handelt es sich um dieselben Geräte: Auch Rauchsensoren sind photoelektrische Rauchmelder. Sie wurden jedoch hard- und softwareseitig für den Einsatz in Fahrzeugen angepasst und erfüllen dadurch die DIN beziehungsweise ÖNORM EN 14604 nicht mehr. Das liegt unter anderem daran, dass sie nur noch leise oder stumm alarmieren. In diesem Fall sprechen wir nicht von Rauchmeldern, sondern von Rauchsensoren.
Wie lange halten die Batterien der Sensoren?
Der SFH Smoke Sensor verfügt über eine fest verbaute Batterie mit einer Laufzeit von bis zu zehn Jahren. Sie kann nicht gewechselt werden. Nach einer automatisierten, rechtzeitigen Batteriewarnung ist der Sensor zu tauschen.
Die tatsächliche Laufzeit hängt von Nutzung und Einsatzbedingungen ab, beispielsweise von der Häufigkeit von Alarmen und Systemtests.
Über welche Funktechnik kommunizieren die Sensoren?
Sensoren und Aktoren kommunizieren über ein bidirektionales Funkprotokoll im 868-MHz-Frequenzband.
Sind weitere Lizenzen notwendig?
Für den Betrieb der Sensoren und der Zentrale sind keine weiteren Lizenzen erforderlich.
Die Alarmierung über Systeme wie DIVERA 24/7, Alamos, Fireboard oder Cobra 4 setzt lediglich eine bereits vorhandene Instanz des jeweiligen Dienstes voraus. Zusätzliche Lizenzen fallen dort nicht an.
Wenn Sie über kein Alarmierungssystem verfügen, sprechen Sie uns an. Wir vermitteln Ihnen eine Lösung oder binden eine kostenlose Schnittstelle an.
Welche Voraussetzungen werden in der Fahrzeughalle benötigt?
Für den Betrieb der Sensoren und einer Zentrale pro Fahrzeughalle wird ein freier RJ45-Ethernet-Anschluss in der Nähe des zu überwachenden Fahrzeugs benötigt. Dieser Anschluss muss mit einer IT-Netzwerkinfrastruktur verbunden sein, die das Versenden von HTTP-POST-Befehlen an Internetdienste erlaubt.
Lassen sich die Sensoren testen?
Die Sensoren verfügen über einen Testmodus. Ein Druck auf den Testknopf löst auch die Schnittstellen-Alarmierung aus; diese wird den hinterlegten Empfängern eindeutig als „TEST" ausgewiesen.
Zusätzlich überwacht der Watchdog den Zustand der Anlage. Sie erhalten regelmäßige Wartungsberichte mit Informationen zu Batterieständen, Erreichbarkeiten und dem Verschmutzungsgrad der Rauchkammern.
Wie viele Sensoren werden pro Fahrzeug benötigt?
Die Anzahl ist nicht begrenzt. Empfohlen werden zwei bis sechs Sensoren pro Fahrzeug, üblicherweise drei bis vier: einer im Fahrerraum, einer im Mannschaftsraum und ein bis zwei im Geräteraum.
Wie viele Sensoren tatsächlich erforderlich sind, hängt vom Aufbau des Fahrzeugs ab. In Einzelfällen können mehr Sensoren notwendig sein.
Der Preis bleibt davon unberührt: Es gilt pro Fahrzeug ein Pauschalpreis, unabhängig von der Anzahl der benötigten Komponenten.
Wie viele Fahrzeuge pro Halle oder Standort sind möglich?
Die Anzahl ist theoretisch nicht begrenzt.
Wie wahrscheinlich sind Fehlalarme?
Wie bei einer Brandmeldeanlage oder einem Heimrauchmelder kann es auch bei unserem System zu Fehlalarmen kommen. Diese treten ebenso selten auf und werden in der Regel durch Staub, Rauch, Dampf oder winzige Insekten verursacht, die die Detektorsignale unterbrechen.
Sollte es innerhalb des ersten Jahres zu erheblichen Fehlalarmen bei einem einzelnen Sensor kommen, tauschen wir diesen auf unsere Kosten aus.
Müssen die Sensoren gewartet werden?
Unsere Anlagen sind wartungsfrei.
Herkömmliche Rauchmelder müssen nach Herstellervorgabe einmal monatlich per Knopfdruck geprüft werden. Dabei wird nicht nur die Signaleinrichtung getestet, sondern die Fotozelle des Melders misst sich neu ein, da die Rauchkammer mit der Zeit verschmutzt.
Unterbleibt diese Prüfung, ist das der häufigste Grund für Fehlauslösungen.
Bei Sensoren in Geräteräumen ist das monatliche Drücken des Knopfes nur mit erheblichem Aufwand möglich. Unsere Anlagen warten sich daher selbst: Die Sensoren kalibrieren sich regelmäßig eigenständig, ein monatlicher Test entfällt.
Kann ein Sensor nachträglich gewechselt werden?
Die Sensoren können nachträglich ausgetauscht oder erweitert werden. Gerne unterbreiten wir Ihnen ein entsprechendes Angebot.
Wie werden Alarme signalisiert?
Die Sensoren signalisieren Alarme akustisch und visuell über eine helle LED. Zusätzlich werden Alarmschnittstellen angesprochen, die eine digitale Weiterverarbeitung in nahezu unbegrenztem Funktionsumfang ermöglichen.
Verdeckt verbaute Sensoren können stumm geschaltet werden, sodass sie ausschließlich visuell und über die digitale Schnittstelle alarmieren. Ebenso ist eine leise Alarmierung mit nur leicht hörbarer Lautstärke möglich.
Was wird für die Anbindung an Alarmdienste benötigt?
Erforderlich sind die Internetverbindung der Zentrale beziehungsweise des Sensors — je nach Aufbau der Lösung — zur Erreichbarkeit der Schnittstelle sowie die Authentifizierungsdaten des jeweiligen Dienstes. Diese erhalten Sie von Ihrem Administrator.
Eine passende Konfiguration des Alarmsystems ist empfehlenswert, damit Sie festlegen können, welche Gruppen bei welchem Ereignis alarmiert werden. Dabei unterstützen wir Sie.
Für DIVERA 24/7, GroupAlarm, Feuersoftware und Fireboard ist keine spezielle Schnittstellenkonfiguration erforderlich.
Alamos erfordert eine lokale Konfiguration sowie die Erreichbarkeit Ihres Servers für HTTP-Befehle von außen. Auch dabei unterstützen wir Sie.
Ist die Anbindung an eine Brandmeldeanlage möglich?
Der Anschluss an eine vorhandene Brandmeldeanlage (BMA) wird in der Regel über das Schalten eines potenzialfreien Eingangskontaktes realisiert. Diesen Kontakt stellen Sie beziehungsweise der Servicetechniker der Wartungsfirma Ihrer Brandmeldeanlage bereit. In einem Abstand von höchstens fünf Metern zum Kontakt muss eine 230-V-Steckdose vorhanden sein.
Für den Anschluss unseres Schaltaktors gelten die Aufschaltbedingungen Ihrer zuständigen Brandschutzbehörde. Diese schreiben in der Regel vor, dass ausschließlich nach DIN 14675 zertifizierte Komponenten angeschlossen werden dürfen, also Teile anderer Brandmeldeanlagen. Unser System erfüllt dies naturgemäß nicht, da für die Überwachung von Fahrzeuginnenräumen kein technisches Regelwerk existiert.
In den meisten Fällen lässt sich der Anschluss dennoch realisieren: Nahezu alle behördlichen Aufschaltbedingungen enthalten eine Öffnungsklausel, nach der die zuständige Behörde im Rahmen ihrer Genehmigung von den genannten Anforderungen abweichen kann. Ist Ihre Brandmeldeanlage bei einer Feuerwehrleitstelle aufgeschaltet, müssen Sie daher vor der Inbetriebnahme eine entsprechende Genehmigung einholen. Die Verantwortung hierfür liegt beim Auftraggeber.
Alternativ kann die Leitstellenaufschaltung direkt über Schnittstellen wie iSE Cobra 4 erfolgen.
Der Alarmüberlauf kann zudem in Abhängigkeit von der Rückmeldung Ihrer Einsatzkräfte erfolgen, beispielsweise über DIVERA 24/7.
Ist Rauch an der Einsatzstelle ein Problem?
Rauch dringt in der Regel nicht ohne Weiteres in den Fahrzeuginnenraum ein.
Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, fremdausgelöste Sensoren — etwa durch Gruppenfunktionen oder Broadcasts — automatisiert zu quittieren sowie Sensoren leise oder stumm zu schalten, sodass sie rein visuell und über die digitale Schnittstelle alarmieren, nicht jedoch akustisch. Auch Mischszenarien sind möglich, bei denen ausschließlich die Sensoren im Mannschaftsraum eine Raucherkennung leise akustisch signalisieren, nicht aber jene in Geräteräumen.