Safe Fire House Face-Sheet
Brandwarnanlage zur Gebäude- und Fahrzeuginnenraumüberwachung
1. Einleitung
Safe Fire House ist ein Brandwarnsystem zur Überwachung von Fahrzeuginnenräumen mittels vernetzter Rauchwarnmelder bzw. Rauchsensoren. Das System wurde speziell für die besonderen Anforderungen von Feuerwehren, Rettungsdiensten und anderen Organisationen mit Sicherheitsaufgaben entwickelt.
Das System ist schutzrechtlich geschützt beim Deutschen Patent- und Markenamt (Klasse 08B 17/00) und wurde von der Prüfstelle für Brandschutztechnik des Österreichischen Bundesfeuerwehrverbandes geprüft und testiert.
2. Das Problem
In modernen Einsatzfahrzeugen befinden sich zahlreiche akkubetriebene Geräte, die dauerhaft geladen werden: Funkgeräte, Handlampen, Rettungsgeräte, medizinische Geräte, Tablets, EDV-Technik. Diese Fahrzeuge stehen die meiste Zeit unbeaufsichtigt in Fahrzeughallen.
Ein technischer Defekt oder ein überhitzter Akku kann einen Brand auslösen, der ohne Früherkennung das gesamte Fahrzeug zerstört – und oft auch benachbarte Fahrzeuge oder das ganze Feuerwehrhaus.
Laut einer Befragung unter allen Gebietskörperschaften in Nordrhein-Westfalen hatten 20% der Feuerwehren in den letzten Jahren einen Brand oder Beinahe-Brand eines Fahrzeugs.
Herkömmliche Brandmeldeanlagen in Gebäuden erkennen einen Brand im Fahrzeuginneren erst, wenn Rauch aus dem Fahrzeug austritt. Dann ist es meist zu spät – der Schaden kann immens sein und zum taktischen Totalausfall ganzer Löschzüge für einen langen Zeitraum führen.
3. Die Lösung
Safe Fire House löst dieses Problem durch photoelektrische Rauchsensoren, die direkt in den Fahrzeugen verbaut werden. Bei Raucherkennung werden die zuständigen Einsatzkräfte sofort über die gewohnten Alarmwege benachrichtigt – per Alarmschnittstelle, App, Pager, Leitstellenschnittstelle, Telefonanruf oder aufschaltung einer Brandmeldeanlage. Alle Schnittstellen können bidirektional, als Rückmeldeabhängig aufgebaut werden, somit sind auch komplexe Alarmüberläufe möglich.
Das System arbeitet vollautomatisch:
- Wenn ein Fahrzeug zu einem Einsatz ausrückt oder den Standort verlässt, meldet das System keinen Fehler
- Kommt das Fahrzeug zurück, wird es automatisch wieder überwacht
- Wechsel zwischen verschiedenen Standorten funktioniert ohne manuellen Eingriff
- Der überwachte Standort wird bei Alarmierung automatisch mit übermittelt
- Intelligenter Watchdog überwacht den Zustand aller Komponenten rund um die Uhr
- Mit einer umfangreichen Grafischen Oberfläche (GUI) lässt sich das System von jedem denkbaren IT-Device aus steuern
4. Kernvorteile
Speziell für Einsatzfahrzeuge entwickelt
Einfache Smart-Home-Systeme gehen in Fehlerzustände, wenn Fahrzeuge den Standort verlassen. Das Safe Fire House System unterscheidet zwischen gewollten und ungewollten Zuständen.
Alle Alarmschnittstellen inklusive
Integration mit über 20 Alarmsystemen: DIVERA24/7, Alamos, GroupAlarm, ISE Cobra4, und viele mehr. Auch SMS, E-Mail, Telefonanruf, BOS-Pager und BMA-Anbindung möglich – ohne Aufpreis.
Wartungsfrei durch automatische Kalibrierung
Kein monatlicher Tastendruck nötig – die Sensoren kalibrieren sich selbstständig. Batterielaufzeit bis zu 10 Jahre.
Keine laufenden Kosten
100% investive Einmalkosten. Keine Lizenzen, keine Abos, keine versteckten Gebühren.
Cloudfrei
Alle wesentlichen Funktionen des Systems sind 100% cloud-frei und funktionieren OHNE Cloud-Server des Betreibers. Die Alarmierung einiger Schnittstellen bedarf, je nach Anbieter natürlich eine Internetanbindung.
5. Systemaufbau im Überblick
Das System besteht aus mehreren Ebenen:
Ebene 0: Single- oder Multistandort
Das System kann im Single-Standort-Betrieb einen einzelnen Standort überwachen oder im Multistandort-Betrieb mit einer PoE-Zentrale und mehreren PoE-Repeatern über LayerII-VPN mehrere Standorte gleichzeitig überwachen. So sind komplexe Großlösungen stadtweit, landkreisweit, bundeslandweit möglich. 50 Standorte mit 200 Fahrzeugen, 70 Hallen und 500 Räumen in einem System oder noch größer? Kein Problem!
Varianten: Laut (>85 dB), Leise (<50 dB), Stumm
Ebene 1: Rauchsensoren in den Fahrzeugen
In jedem Fahrzeug werden mehrere Rauchsensoren installiert – typischerweise im Mannschaftsraum und im Geräteraum. Diese Sensoren sind batteriebetrieben (bis 10 Jahre) und kommunizieren per Funk (868 MHz) mit der Zentrale und in einem Broadcast/Mesh-Betrieb untereinander in der Fahrzeughalle aber auch in anderen Gebäudeteilen, Hallen und Räumen.
Varianten: Laut (>85 dB), Leise (<50 dB), Stumm
Ebene 2: Zentrale in der Fahrzeughalle
Die PoE-Zentrale ist das Herzstück des Systems. Sie empfängt die Funksignale der Rauchsensoren, überwacht deren Status und leitet im Alarmfall die Benachrichtigungen weiter. Stromversorgung und Internetanbindung erfolgen über ein einziges Netzwerkkabel (Power over Ethernet). Eine hochperformante Server-Variante zur Installation in einem 19 zoll Server-Rack sowie ein Infrastrukturmodul inkl. USV für Stronausfallpufferung und LTE- sowie VPN-Anbindung ist ebenfalls erhältlich. Der Funk-Empfang kann durch PoE-Repeater nahezu unendlich über Netzwerkverbindungen erweitert werden.
Ebene 3: Anbindung an Alarmsysteme
Im Alarmfall sendet die Zentrale automatisch Benachrichtigungen an die konfigurierten Empfänger. Das können Alarm-Apps, Leitstellen, Brandmeldeanlagen oder einfach Dienste wie Telefonanruf oder E-Mails sein. Auch die Ansteuerung von Gebäudefunktionen ist möglich – etwa das automatische Öffnen des Hallentors bei Alarm. Auch komplexe Alarmüberläufe sind möglich, da alle Schnittstellen Rückmeldeabhängig ausgelegt werden können.
FAHRZEUG
- Rauchsensoren
- Mesh-Vernetzung
- Laut / Leise / Stumm
- Funkverbindung 868 MHz
↓ Funk
ZENTRALE
- PoE-Zentrale
- Einsatzort: Fahrzeughalle oder (Server-)Raum
- Watchdog / Eigenüberwachung
- IP-Kommunikation TCP/IP
↓ NETZWERK (optional)
REPEATER (GLEICHER STANDORT)
- PoE-Repeater
- Einsatzort: Fahrzeughalle oder (Server-)Raum
- IP-Kommunikation TCP/IP (Multicast)
↓ LAYER-2-VPN (optional)
REPEATER (GLEICHER STANDORT)
- PoE-Repeater
- Einsatzort: Fahrzeughalle oder (Server-)Raum
- IP-Kommunikation TCP/IP (Multicast)
↓ IP
ALARMIERUNG
- DIVERA24/7
- ALAMOS
- Leitstelle
- BMA
- weitere Schnittstellen/Systeme ...
-----------------------
OPTIONALE KOMPONENTEN (an der Zentrale)
- PoE-Repeater
- VPN-Router
- PoE-Display
- E-Ink-Display
- USV (bis 72 h)
...
6. Systemkomponenten (Detail)
SFH PoE-Zentrale
- Zentrale Steuereinheit (Industrie-PC in Zentralengehäuse)
- PoE-Stromversorgung (IEEE 802.3af)
- Zentrale Bedienmöglichkeit aller Komponenten
- Alarmweiterleitung an alle konfigurierten Schnittstellen
- Anzeige aller Betriebszustände, Störungen und Alarme sowie konfiguration und Steuerung über eine GUI (*nur für Wartungskunden verfügbar).
SFH Smoke Sensor (Rauchsensor)
- Photoelektrischer Rauchwarnmelder ausgelegt nach DIN/ÖNORM EN 14604 / DIN EN 14604
- Mesh-fähig (Vernetzung im Fahrzeug)
- Batterielaufzeit bis 10 Jahre (fest verbaut, nicht wechselbar)
- Varianten: Laut (>85 dB @ 3m), Leise (<50 dB), Stumm
- Autarker Betrieb bei Zentralenausfall – Alarmierung weiter möglich
- Anzeige niedriger Batteriespannung und Verschmutzungsgrad
- Weiterleitung aller Statusinformationen an die Zentrale
- Laute Sensoren (Rauchmelder) nach Norm und Q-Label-Geprüft
- Varianten in Laut / Leise / Stumm (* Varianten Stumm und Leise verlieren die Prüfung nach Q-Label und Normkonformität!)
SFH PoE-Repeater
- Funk-Reichweitenverlängerung über Netzwerkinfrastruktur
- PoE-Stromversorgung
- Verstärkung der Funksignale von und zur Zentrale
- Immer verkabelt mit der Zentrale verbunden
- Übermittlung von Meldungen in beide Richtungen
- VPN Multistandortfähig über Layer2-Multicast-Transport
SFH Infrastrukturmodul
- Schaltkasten oder mobiler Koffer
- Unterbrechungsfreie Batteriepufferung (USV) bis zu 72 Stunden
- Redundante Internetanbindung (WAN + LTE/5G) im M2M-Betrieb
- Für höchste Ausfallsicherheit
SFH PoE-Display
- Netzwerkdisplay zur Anzeige und Steuerung der Anlage
- Verschiedene Größen und Formfaktoren verfügbar
- PoE-Stromversorgung
- Anzeige aller Betriebszustände, Alarmquittierung möglich
- Auch Anlagenkonfiguration und Unscharfschaltung möglich
SFH E-Ink-Display
- Mini-Display mit E-Ink-Technologie zur Alarmanzeige
- Auch als konfigurierbares Taster-Element nutzbar
- 230V stromversorgt oder Batteriebetrieb
SFH Alarmsirene
- LED-Alarmsirene zur optischen und akustischen Signalisierung
- Außeninstallationstauglich (IP44)
- Batterie- und Solarbetrieb oder 230V Netzbetrieb
- Blitzleuchte integriert
SFH Schaltkontakt
- Potenzialfreier Schaltkontakt zur Anbindung von Gebäudeleittechnik
- Bis zu 4 Eingangs- und 4 Ausgangskanäle
- Für BMA-Anbindung und Gebäudesteuerung
7. Schnittstellen (Vollständige Liste)
Alarmierungssysteme (Cloud-Services)
- DIVERA24/7
Bidirektionale Anbindung mit rückmeldeabhängigem Alarmüberlauf - ALAMOS
Bidirektionale Anbindung mit rückmeldeabhängigem Alarmüberlauf - GroupAlarm
Bidirektionale Anbindung mit rückmeldeabhängigem Alarmüberlauf - FeuerSoftware
- Fireboard
- Feuernetz
- FF-Agent
- AlarmDispatcher
- DE-Alarm
- Handyalarm.com
- Solaris / Blaulicht SMS
Leitstellensysteme
- iSE Cobra 4
- CKS Celios (Johnson Controls)
- VivaSecur LVS
- ELIS (Einsatzleitinformationssystem)
- Hexagon
Rettungsdienst-Systeme
- Dräger Smart Rescue System
- Weber Rescue RetterAlarm
- ZF Rescue Connect
Pager-Systeme
- Oelmann LTE Pager LX7 über Dexa Pager Plattform
- Swissphone (via Dexa Pager Plattform)
Gebäudeleittechnik
- KNX
- BACnet
- MODBUS
- DALI
- TCP/IP Webhooks
- homeassistant
- Symcon
Verwaltungssysteme
- FirePlan
- FW-Portal
- MPFeuer
- Solaris
Kommunikation
- SMS
- Telefonanruf mit Rückmeldestatus
BMA-Anbindung
Potenzialfreier Schaltkontakt zur Anbindung an bestehende Brandmeldeanlagen. Aufschaltung nach EN54 mit behördlicher Genehmigung möglich.
8. Netzwerkarchitektur
Grundarchitektur
- Basisprotokoll
TCP/IP für alle kabelgebundenen Verbindungen - Funkprotokoll
Bidirektional, 868 MHz zwischen Zentrale und Rauchsensoren - Kommunikationsinitiierung
Immer von der Zentrale (kein erhöhter Batterieverbrauch) - Verschlüsselung
AES (mind. 128 Bit), optional HMAC - API
REST (POST/PUT/GET), Webhooks, optional MQTT
Single-Standort-Installation
- Eine PoE-Zentrale pro Standort
- Anbindung: RJ45 Ethernet mit Internetzugang
- IP-Adressvergabe: DHCP oder statisch
- Ausgehende Verbindungen: HTTP/HTTPS POST an Alarmschnittstellen (Port 80/443)
- Keine eingehenden Verbindungen erforderlich (NAT-kompatibel)
Multi-Standort-Installation
- Eine Zentrale für alle Standorte oder dezentrale Zentralen mit VPN-Vernetzung
- Voraussetzung: Standortübergreifendes Netzwerk (VPN-Tunnel, MPLS, SD-WAN)
- Fahrzeuge wechseln Standorte ohne manuellen Eingriff (automatische Standorterkennung)
- Standortinformation wird bei Alarm automatisch übermittelt
- Skalierbar: 1–1.000 Fahrzeuge an 1–200 Standorten
Redundanz und Ausfallsicherheit
- Optional: SFH Infrastrukturmodul mit USV (bis 72h Batteriepufferung)
- Optional: Redundante Internetanbindung (WAN + LTE/5G) im M2M-Betrieb
- Rauchsensoren arbeiten bei Zentrale-Ausfall autark weiter (lokale Alarmierung)
- Watchdog-Funktion überwacht Erreichbarkeit aller Komponenten 24/7
9. Datensicherheit und Datenschutz
Verschlüsselung
- Alle Funkverbindungen zwischen Rauchsensoren und Zentrale sind verschlüsselt (AES 128 Bit)
- Fernwartungszugriffe erfolgen ausschließlich über verschlüsselte Verbindungen
- Starke Passwörter und Multi-Faktor-Authentifikation für alle Zugänge
Keine personenbezogenen Daten
Das System erhebt und verarbeitet KEINE personenbezogenen Daten. Die DSGVO findet keine Anwendung.
Erfasste Daten:
- Technische Anlagendaten
- Fehlerprotokolle
- Batteriezustände
- Verschmutzungsgrade
Fernwartung
- Standardmäßig aktiv, kann auf Wunsch deaktiviert werden
- Zugriff nur für: Wartung, Updates, Diagnose, Problembehebung
- Zentrales Service-Logbuch zur Überwachung der Systemzuverlässigkeit
Offizieller Prüfbericht
Prüfstelle für Brandschutztechnik des Österreichischen Bundesfeuerwehrverbandes Ges.m.b.H
Akkreditierte Inspektionsstelle
Vollgasse 4, 1220 Wien
Tel: +43 (0)1 544 12 33
E-Mail: [email protected]
Web: www.prüfstelle.at
FN 148379 f • UID ATU 41970603
10. Prüfbericht-Details
| Prüfbericht-Nr. | FT 14/953/25 – lfd.Nr. 785.0 |
| Datum der Überprüfung | 2. Dezember 2025 |
| Unterlagenkontrolle | 12. und 15. Dezember 2025 |
| Prüfer | Dipl.Ing. Wilfried PAUSA |
| Gültigkeit | bis 2. Dezember 2027 |
| Hersteller | Dexa Consult GmbH, Möhnestraße 2, D-59519 Möhnesee |
Prüfbericht herunterladen: safefirehouse.de/#downloads
11. Gegenstand der Prüfung
Bei dem Gefahrenmeldesystem handelt es sich um ein System zur Vernetzung von Rauchwarnmeldern gemäß ÖNORM EN 14604, Druckknopfmeldern und externen Sirenen/Blitzleuchten mittels einer Zentraleinheit.
Das System soll primär in den Mannschafts- und Geräteräumen von Feuerwehrfahrzeugen eingesetzt werden. Aufgrund des speziellen Mesh-Konzeptes der einzelnen Rauchwarnmelder können Fahrzeuge die Standorte ohne manuellen Eingriff wechseln.
Hinweis: Das Gefahrenmeldesystem wurde mangels einschlägiger Prüfnormen aufgrund einer speziellen Prüfvereinbarung zwischen der Prüfstelle und dem Hersteller geprüft.
12. Geprüfte Komponenten
✓ SFH PoE-Zentrale: Zentrale Steuereinheit (Industrie PC mit PoE-Stromversorgung)
✓ SFH PoE-Repeater: Repeater zur Funk-Reichweitenverlängerung über Netzwerk
✓ SFH Infrastrukturmodul: USV bis 72h, redundante Internetanbindung (WAN + LTE/5G)
✓ Rauchsensor (Melder): Mesh-fähiger Funk-Rauchwarnmelder, Variationen: Laut, Leise, Stumm
✓ SFH Sensor-Sockel: Anbau-Sockel mit Reed-Kontakt zur Demontage-Erkennung
✓ SFH PoE-Display: Netzwerkdisplay zur Anzeige und Steuerung in verschiedenen Größen
✓ SFH E-Ink-Display: Mini-Display, auch als Taster zur Alarmauslösung nutzbar
✓ SFH Alarmsirene: LED-Sirene (IP44), Batterie/Solar oder 230V
✓ SFH Schaltkontakt: Potenzialfrei, bis 4 Ein-/4 Ausgangskanäle
13. Geprüfte Schnittstellen
DIVERA24/7 (bidirektional)
14. Umfang der Prüfung (vollständige Pflichtangabe)
Prüfungen an der Funk-Gefahrenwarnzentrale
| Nr. | Prüfpunkt | Ergebnis |
|---|---|---|
| 3.1.1 | Zentrale Bedienmöglichkeit aller Komponenten | Positiv |
| 3.1.2 | Alarmweiterleitung (Broadcast) zur sicheren Alarmierung aller Bereiche | Positiv |
| 3.1.3 | Alarmzuordnung (auslösender Melder) | Positiv |
| 3.1.4 | Zentrale Abschaltung eines Alarms | Positiv |
| 3.1.5 | Zentrale Anzeige der Betriebszustände aller Komponenten | Positiv |
| 3.1.6 | Schutz aller Zentralenfunktionen vor unbefugter Bedienung (Passwort) | Positiv |
| 3.1.8 | Anzeige der Funkstörungen einzelner Teilnehmer | Positiv |
| 3.1.9 | Anzeige der Batteriestörungen einzelner Melder | Positiv |
| 3.1.10 | Anzeige der Verschmutzung einzelner Melder | Positiv |
| 3.1.11 | Wartungsmodus zur einfachen Überprüfung der Auslöseelemente | Positiv |
| 3.1.12 | Möglichkeit zur manuellen Alarmierung durch Druckknopfmelder | Positiv |
| 3.1.13 | Möglichkeit zur Einbindung weiterer Alarmgeber (Sirene, Blitzleuchte) | Positiv |
| 3.1.14 | Möglichkeit zur Ansteuerung von externen Geräten (z. B. Wählgeräten) | Positiv |
| 3.1.15 | Ersatzstromversorgung (Batterie) | Positiv |
| 3.1.16 | Speicherung ortsspezifischer Daten in nicht flüchtigen Speichern (EEPROM) | Positiv |
Prüfungen an den Rauchwarnmeldern
| Nr. | Prüfpunkt | Ergebnis |
|---|---|---|
| 3.2.1 | Vorhandene Typprüfung (CPD) gemäß ÖNORM EN 14604 | Positiv |
| 3.2.2 | Lokale Detektion und Alarmierung bei Ausfall der Zentrale (autark) | Positiv |
| 3.2.3 | Anzeige niedriger Batteriespannung und Weiterleitung an die Zentrale | Positiv |
| 3.2.4 | Anzeige von Verschmutzung und Weiterleitung an die Zentrale | Positiv |
| 3.2.5 | Sicherung gegen Demontage | Positiv |
| 3.2.6 | Speicherung ortsspezifischer Daten in nicht flüchtigen Speichern (EEPROM) | Positiv |
Prüfungen an den Funk-Handtastern (Druckknopfmeldern)
| Nr. | Prüfpunkt | Ergebnis |
|---|---|---|
| 3.3.1 | Lokale manuelle Auslösung einer Alarmierung | Positiv |
| 3.3.2 | Anzeige niedriger Batteriespannung und Weiterleitung an die Zentrale | Positiv |
| 3.3.3 | Speicherung ortsspezifischer Daten in nicht flüchtigen Speichern (EEPROM) | Positiv |
Prüfungen an der Funk-Sirene
| Nr. | Prüfpunkt | Ergebnis |
|---|---|---|
| 3.4.1 | Ansteuerung durch Zentrale bei Alarm | Positiv |
| 3.4.2 | Installation in Außenbereichen (IP-Klasse) | Positiv (IP44) |
| 3.4.3 | Anzeige niedriger Batteriespannung und Weiterleitung an die Zentrale | Positiv |
| 3.4.4 | Speicherung ortsspezifischer Daten in nicht flüchtigen Speichern (EEPROM) | Positiv |
| 3.4.5 | Kombination mit Funk-Blitzleuchte möglich | Positiv (integriert) |
Prüfungen am Funk-Repeater
| Nr. | Prüfpunkt | Ergebnis |
|---|---|---|
| 3.6.1 | Verstärkung der Funksignale von und zur Gefahrenwarnzentrale | Positiv |
| 3.6.2 | Übermittlung der Signale an die Zentrale | Positiv |
| 3.6.3 | Übermittlung von Meldungen an die Rauchwarnmelder | Positiv |
Prüfung der Unterlagen
| Nr. | Prüfpunkt | Ergebnis |
|---|---|---|
| 3.7.1 | Bedienungsanleitung vorhanden | Positiv |
| 3.7.2 | Installationsanleitung vorhanden | Positiv |
| 3.7.3 | Möglichkeit zur Beschriftung der Melder | Positiv |
| 3.8.1 | Bauteilliste vorhanden | Positiv |
| 3.8.4 | Zertifikate / CPDs für Rauchwarnmelder | Positiv |
| 3.8.5 | Nachweis der angegebenen IP-Klassen | Positiv |
| 3.8.6 | Dokumentation erforderlicher Feldstärken | Positiv |
15. Auflagen für den Betrieb (Geltungsbereich: Österreich)
Allgemeine Auflagen
-
Das Gefahrenmeldesystem darf nur in solchen Bereichen eingesetzt werden, in denen "vernetzte Rauchwarnmelder" vorgeschrieben oder gefordert werden.
-
Es handelt sich um KEINE Brandmeldeanlage im Sinne der ÖNORM EN 54 Serie, ÖNORM F 3000 und TRVB 123 S. Für Nutzungen, in denen eine automatische Brandmeldeanlage eingebaut werden soll, ist das System nicht geeignet.
-
Die Bedienung der Gefahrenmeldezentrale muss durch ein Passwort (Zahlencode) geschützt sein. Es ist ein automatischer Fallback in die gesperrte Ebene nach 10 Minuten zu programmieren.
-
Die Batterien der USV sind derart zu bemessen, dass bei Stromausfall eine Überbrückungszeit von mindestens 72 Stunden (bei Installation an einem ständig besetzten Ort: 36 Stunden) gegeben ist.
-
Die Batterien der Melder haben eine Lebensdauer von 10 Jahren. Da sie nicht ersetzbar sind, ist danach der Melder zu tauschen.
-
Bei Installation in Objekten ist für die Planung und Projektierung die TRVB 122 S einzuhalten.
Zusätzliche Auflagen für Feuerwehrfahrzeuge
-
Eine direkte Alarmierung bzw. Anschluss an eine öffentliche alarmannehmende Stelle im Sinne der TRVB 114 S ist unzulässig.
-
Die einzelnen Melder sind mit der Fahrzeugtype und Nummer zu kennzeichnen, z.B. "BLF 147" oder "DL 153".
-
Die Zentrale ist mit dem Aufstellungsort zu kennzeichnen, z.B. "HFW Floridsdorf".
Zusätzliche Auflagen für Schulen und Kindergärten
-
Überall dort, wo die OIB RL 2 "Rauchwarnmelder mit Anschluss an das Stromnetz" oder eine "Brandmeldeanlage" fordert, darf das Gefahrenmeldesystem nicht eingesetzt werden.
-
Bei der Gefahrenmeldezentrale oder im Aufenthaltsraum des Aufsichtspersonals ist eine Sirene zu installieren. Diese Sirene muss sich nach 10 Sekunden automatisch abschalten.
-
Bei Alarm eines Rauchwarnmelders darf die interne Akustik (Sirene) nicht angesteuert werden, ebensowenig die der anderen vernetzten Rauchwarnmelder.
-
Es sind in den Gängen, Klassenzimmern und Aufenthaltsräumen rote Blitzleuchten zu installieren, welche alle bei Alarm angesteuert werden müssen.
16. Normative Grundlagen
Die Prüfung erfolgte in Anlehnung an:
- VDE 0833-1 (Gefahrenmeldeanlagen – Allgemeiner Teil)
- VDE 0826 (Gefahrenwarnanlage)
- ÖNORM EN 54 Serie (Brandmeldeanlagen)
- ÖNORM F 3000 (Brandmeldesysteme)
- TRVB 122 S (Rauchwarnmelder)
- TRVB 123 S (Brandmeldeanlagen)
17. Hinweise zur Gültigkeit
- Das Gefahrenmeldesystem wurde nur mit den angeführten Bestandteilen geprüft.
- Dieser Prüfbericht bezieht sich nur auf das geprüfte Gefahrenmeldesystem. Rückschlüsse auf andere Systeme sind nicht gedeckt.
- Dieser Prüfbericht kann widerrufen werden, wenn sich der Gegenstand in der praktischen Anwendung nicht bewährt oder wenn neue technische Erkenntnisse dies begründen.
- Dieser Prüfbericht kann verlängert werden; hierfür ist zeitgerecht ein Auftrag zu stellen. Die erforderliche Wiederholungsprüfung ist bis spätestens 2. November 2027 zu beauftragen.
- Dieser Prüfbericht darf nur ungekürzt vervielfältigt werden; Werbeschriften dürfen diesem Prüfbericht nicht widersprechen.
18. Technische Spezifikationen (Zusammenfassung)
| Parameter | Wert |
|---|---|
| Raucherkennung | Photoelektrisch nach ÖNORM EN 14604 / DIN EN 14604 |
| Zertifizierungen | VdS, Q-Label |
| Funkfrequenz | 868 MHz, bidirektional |
| Funkreichweite | 50–300 m (Freifeld), erweiterbar durch Repeater |
| Batterielaufzeit Melder | Bis 10 Jahre (fest verbaut) |
| USV-Pufferung | Bis 72 Stunden |
| Schutzklassen | IP20 bis IP67 |
| Alarmierung akustisch | > 85 dB @ 3m (Laut), < 50 dB (Leise), Stumm |
| Verschlüsselung | AES 128 Bit, optional HMAC |
| Netzwerkprotokoll | TCP/IP, HTTP/HTTPS |
| API | REST (POST/PUT/GET), Webhooks |
| Stromversorgung Zentrale | PoE (IEEE 802.3af) |
| Skalierbarkeit | 1–1.000 Fahrzeuge, 1–200 Standorte |
| Architektur | On-Premise (nicht cloud-basiert) |
19. Referenzen
Stadt Soest • Hochsauerlandkreis • Stadt Hannover • Stadt Schwetzingen • Stadt Brunsbüttel • Bundeswehr • Institut der Feuerwehr Nordrhein-Westfalen • Werkfeuerwehr Opel • Stadt Ennepetal • Stadt Warstein • Stadt Aken • Stadt Arnstadt • Stadt Waldsassen • Stadt Niederstotzingen • Stadt Liebenwalde • Stadt Kölln-Reisiek • Stadt Velten • Stadt Reinbek • Stadt Bad Dürkheim • Stadt Werl • Stadt St. Georgen im Attergau • Stadt Trossingen • Ostseebad Baabe • Stadt Remagen • 50+ weitere
Hersteller
Dexa Consult GmbH
Möhnestraße 2
59519 Möhnesee
Germany
Tel: +49 2924 496 937-0
Web: safefirehouse.de
Web: dexa.gmbh
Stand: Januar 2026
