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Erste Schritte im Mandanten-Admin

Erste Schritte im Mandanten-Admin

Erste Schritte im Mandanten-Admin

Diese Seite führt von der leeren Instanz zum ersten funktionierenden Alarm. Halten Sie sich an die Reihenfolge, dann steht am Ende eine Kette, die Sie auf Eingang und Versand nachprüfen können.

Voraussetzungen

  • Die Adresse Ihres Mandanten, aufgebaut aus Ihrer Mandantennummer, zum Beispiel https://10001.broker.dexa.gmbh. Die genaue Adresse nennt Ihnen der Betreiber.
  • E-Mail-Adresse und Passwort für Ihren Zugang.
  • Ein aktueller Browser.
  • Mindestens ein Baustein, der für Ihren Mandanten freigeschaltet ist. Was freigeschaltet ist, sehen Sie beim Anlegen einer Anbindung in der Liste Art der Anbindung. Ist die Liste leer, steht dort: „Für diese Richtung ist nichts freigeschaltet — bitte beim Betreiber anfragen."

Ihr Konto

Ihr eigenes Konto ist das des Mandanten-Admins. Es darf alles, was in diesem Handbuch steht: Anbindungen anlegen, verdrahten, Empfänger pflegen, alarmieren und weitere Konten anlegen. Wenn Sie angemeldet sind, dürfen Sie ändern.

Unter Konto → Benutzerverwaltung können Sie zusätzlich Konten mit der Rolle „Lesen und Alarmieren" anlegen. Ein solches Konto sieht die Konfigurationsseite, kann dort aber nichts speichern; alarmieren darf es. Die Rolle liegt fest und lässt sich nicht anpassen.

Alles Mandantenübergreifende, insbesondere das Freischalten von Bausteinen, macht der Betreiber als Plattform-Admin.

Die Seite Konfiguration: drei Spalten

Alles, was den Weg eines Alarms bestimmt, steht auf einer einzigen Seite: Konfiguration. Die Kopfzeile sagt: „Links kommt es rein, rechts geht es raus, in der Mitte ist es verdrahtet. Alles ist anklickbar."

Spalte Untertitel in der Oberfläche Was dort steht
Eingänge Von dort kommen Meldungen an jede Anbindung, über die Meldungen hereinkommen, etwa eine Leitstelle oder DIVERA 24/7
Verdrahtung Wer bekommt was — je Verbindung AN oder AUS die Verbindungen: welcher Eingang welchen Ausgang bedient, mit Zustand AN oder AUS
Ausgänge Dorthin wird zugestellt jede Anbindung, über die zugestellt wird, etwa Funkmeldeempfänger, E-Mail oder Webhook

Jedes Element in jeder Spalte ist ein Knopf. Ein Klick öffnet es als vollständige Konfiguration in einem breiten Fenster: Zustand mit Begründung, Knopf Verbindung testen, der Verkehr der letzten 24 Stunden, die Zugangsdaten samt Name der Anbindung, die Beschreibung der Schnittstelle, die Empfänger, der Schalter AN oder AUS und das Löschen. Sie müssen für nichts davon die Seite wechseln.

Eingänge und Ausgänge tragen eine Ampel, und jede Ampel trägt ein Wort dazu:

Wort Bedeutung
bereit geprüft, Gegenstelle erreichbar
ungeprüft angelegt, aber noch nicht getestet
Fehler letzter Test misslungen; die Begründung steht direkt darunter

Verbindungen tragen kein Ampelwort, sondern das Zustandswort AN oder AUS.

Trägt eine Kachel den gelben Hinweis ohne Verteilregel, hängt an dieser Anbindung keine Verdrahtung: Meldungen kommen an, ohne dass jemand alarmiert wird, beziehungsweise der Ausgang wird nie benutzt. Das ist auf einer frischen Instanz der Normalzustand und verschwindet, sobald Sie verdrahtet haben.

Was es sonst noch auf dieser Seite gibt

  • Schaubild. Unterhalb der drei Spalten liegt ein aufklappbarer Abschnitt mit derselben Konfiguration als Bild: Eingänge links, Ausgänge rechts, Verbindungen als Linien. Es wird erst beim Aufklappen geladen, und ein Klick auf einen Kasten öffnet die Anbindung auf dieser Seite. Eine eigene Seite dafür gibt es nicht mehr.
  • Ausführliche Listen. Zwei Knöpfe führen auf Empfängerlisten (/target-groups) und Verteilregeln (/routes). Dort liegt, was das Konfigurationsfenster nicht kann: Filterbedingungen, Reihenfolge, Ereignistyp, feste Ziel-Anbindungen, eine erzwungene Empfängerliste sowie das Anlegen und Löschen von Empfängerlisten und Empfänger vom Typ E-Mail oder Webhook-URL. Für die ersten Schritte brauchen Sie beides nicht.

Vom leeren Mandanten zum ersten Alarm

1. Anmelden

Rufen Sie die Adresse Ihres Mandanten auf. Tragen Sie E-Mail-Adresse und Passwort ein und klicken Sie auf Anmelden. Ihr Passwort ändern Sie später jederzeit über das Menü Konto oben rechts, Eintrag Passwort ändern.

Nach zehn Fehlanmeldungen wird ein Konto gesperrt. In der Benutzerverwaltung trägt es dann das Wort Gesperrt, und ein Admin hebt die Sperre über Sperre aufheben wieder auf.

2. Die Übersicht verstehen

Nach der Anmeldung landen Sie auf der Übersicht. Vier Kacheln beantworten vier Fragen, jede Kachel ist anklickbar:

Kachel Frage Klick führt zu
Alarmwege Funktionieren meine Wege? Konfiguration
Alarme (24 h) Ist überhaupt etwas hereingekommen? Eingang
Aktive Pager Sind die Geräte da? Pager
Systemzustand Läuft die Plattform? Systemzustand

Auf einer frischen Instanz steht in der ersten Kachel „Ersten Alarmweg einrichten" und darunter „Noch ist kein Alarmweg eingerichtet." Das ist Ihr Einstieg.

Oben stehen vier Menüpunkte: Übersicht, Alarmieren, Konfiguration, Betrieb. Unter Betrieb liegen Eingang, Versand, Pager, Protokoll und Systemzustand. Unter Konfiguration liegen Konfiguration und Einstellungen. Das Menü Konto oben rechts führt zu Benutzerverwaltung, Passwort ändern, Hilfe und Abmelden.

3. Einen Eingang anlegen

Gehen Sie auf Konfiguration und klicken Sie in der linken Spalte auf + Eingang. Es öffnet sich Neuer Eingang:

  1. Art der Anbindung auswählen. Die Liste zeigt nur, was für Ihren Mandanten freigeschaltet ist. Unter der Auswahl erscheint eine kurze Beschreibung. Steht bei einem Eintrag Kontingent erschöpft, ist die zulässige Zahl solcher Anbindungen erreicht — erhöhen kann das nur der Betreiber.
  2. Name vergeben. Nehmen Sie einen Namen, den Sie im Störfall wiedererkennen, etwa „Leitstelle Nord". Ändern lässt er sich später jederzeit im Fenster der Anbindung über das Feld Name dieser Anbindung und Speichern.
  3. Die Pflichtfelder ausfüllen. Sie sind mit einem roten Stern markiert; unter jedem Feld steht ein Hinweis, wofür es da ist.
  4. Anbindung anlegen klicken.

Braucht die Anbindung eine eigene Eingangsadresse, zeigt die Oberfläche danach den Endpunkt-Token unter der Überschrift „Endpunkt-Token — wird nur dieses eine Mal angezeigt". Klicken Sie URL kopieren, geben Sie die Adresse an den Absender weiter und schließen Sie erst dann mit Notiert, schließen. Geht die Adresse verloren, erzeugen Sie im Fenster der Anbindung mit Endpunkt-Token neu erzeugen eine neue. Der alte Token gilt dann sofort nicht mehr.

4. Einen Ausgang anlegen

Dasselbe in der rechten Spalte über + Ausgang. Für Funkmeldeempfänger wählen Sie den Katalogeintrag für den Oelmann LX7 Pager, für E-Mail den E-Mail-Versand, für ein Fremdsystem den ausgehenden Webhook.

Klicken Sie den fertigen Ausgang an und prüfen Sie den Zustand. Steht dort ungeprüft, klicken Sie auf Verbindung testen. Der Test prüft nur Erreichbarkeit und Zugangsdaten der Gegenstelle und löst keinen Alarm aus.

5. Die Verdrahtung herstellen

Ohne Verdrahtung wird niemand alarmiert, auch wenn Eingang und Ausgang beide bereit sind. Klicken Sie in der mittleren Spalte auf + Verbindung. Es öffnet sich Neue Verbindung:

  1. Eingang (woher kommt die Meldung?) auswählen.
  2. Name der Verbindung vergeben, zum Beispiel „Leitstelle → Pager".
  3. Unter Alarmierte Empfänger (Geräte) die Empfänger eintragen: in der Liste Pager wählen ein Gerät auswählen, danach in der zweiten Liste entweder eine bestimmte RIC oder alle RICs, dann Hinzufügen. Wiederholen Sie das je Gerät.
  4. Verbindung anlegen klicken.

Damit hier überhaupt Geräte zur Auswahl stehen, müssen die Funkmeldeempfänger registriert sein: Betrieb → Pager → Pager registrieren, mit Seriennummer (14 Ziffern), Bezeichnung, Eigentümer, Organisation und Typ, dann Registrieren.

6. Empfänger prüfen und ergänzen

Empfänger gehören zur Verbindung, nicht zum Ausgang. Öffnen Sie den Ausgang, steht dort nur die Leseliste und der Hinweis, dass die Bearbeitung an der Verbindung stattfindet.

Klicken Sie die Verbindung an. Die Überschrift über der Empfängerliste richtet sich nach der Art der Verbindung:

Art der Verbindung Überschrift
Alarm- und Testmeldungen Alarmierte Empfänger
Rückmeldungen und übrige Meldungen Ziel der Übermittlung

Sie ergänzen über Pager wählen, RIC oder alle RICs, dann Hinzufügen; Sie nehmen mit Entfernen heraus. Änderungen werden erst mit Speichern wirksam, Verwerfen stellt den letzten gespeicherten Stand wieder her.

Jeder Eintrag trägt zusätzlich sein eigenes AN oder AUS und lässt sich einzeln umschalten. Das ist der richtige Griff für „heute nicht, nächste Woche wieder": die Adresse und die RIC bleiben stehen. Ein Empfänger auf AUS erzeugt gar keine Zustellung — im Versand steht für ihn nicht einmal eine zurückgehaltene Zeile.

Steht in der Liste „Niemand — diese Verbindung alarmiert niemanden.", ist die Verbindung wirkungslos. Stehen alle Einträge auf AUS, sagt die Kachel das ebenfalls im Klartext.

Empfänger vom Typ E-Mail oder Webhook-URL tragen Sie nicht hier ein, sondern auf der Seite Empfängerlisten; dort werden Empfängerlisten auch angelegt und gelöscht.

Trägt der Eingang in seinem Inhalt ein Kennzeichen, etwa ein Luftfahrzeug-Kennzeichen, sehen Sie statt der einfachen Liste eine Zuordnung je Kennzeichen: oben das Kennzeichen, darunter die Empfänger, die dafür alarmiert werden. Ein Kennzeichen ohne Empfänger alarmiert niemanden. Meldungen mit einem Kennzeichen, das Sie nicht eingetragen haben, werden angenommen und im Eingang als „ohne Ziel" geführt; alarmiert wird dabei niemand.

7. Auf AN schalten

Unten im Fenster der Verbindung steht das Zustandswort AN oder AUS und daneben der passende Knopf. Klicken Sie Einschalten. Eine neue Verbindung wirkt erst ab diesem Moment.

Das Ausschalten fragt zurück: „Verbindung ausschalten?" mit dem Hinweis „Es wird dann niemand mehr über diesen Weg alarmiert — auch im Einsatzfall nicht." Erst Ausschalten setzt es um.

Auch jede Anbindung hat einen eigenen Schalter, im Fenster des Eingangs beziehungsweise des Ausgangs. Er wiegt schwerer: betroffen ist jeder Weg, der über diese Anbindung läuft. Die Rückfrage heißt „Anbindung ausschalten?" und nennt die betroffenen Alarmwege namentlich. Drei Zustände sind zu unterscheiden:

Zustand Was dort steht
von Ihnen ausgeschaltet „Der Schalter dieser Anbindung steht auf AUS." — Sie schalten sie selbst wieder ein
von der Plattform angehalten „Die Plattform hat diese Anbindung angehalten … (Notbremse)." — erst die Ursache prüfen, dann einschalten
Anbindung des Betreibers „Wird beim Betreiber geschaltet." — hier gibt es keinen Knopf; melden Sie sich beim Betreiber

Eine Kette trägt erst, wenn alles auf AN steht: die Anbindungen, die Verbindung und die Empfänger.

8. Einen Probe-Alarm senden

Gehen Sie im Menü auf Alarmieren. Wählen Sie eine Empfängergruppe oder einzelne Geräte aus der Liste; Alle Online auswählen nimmt alle erreichbaren Geräte, Auswahl aufheben setzt zurück. Tragen Sie unter Nachricht einen erkennbaren Text ein oder nehmen Sie eine der Schnellvorlagen. Dann Alarm senden.

Der Probe-Alarm läuft denselben Weg wie jede andere Meldung. Was hier funktioniert, funktioniert auch im Einsatz.

9. Das Ergebnis kontrollieren

Betrieb → Eingang: Ihre Meldung steht oben. Die Spalte Zustellungen zeigt zwei Zahlen, zugestellt von erzeugt. Details klappt den Weg dieser Meldung mit drei Stationen und je einer Ampel auf.

Betrieb → Versand: Hier steht jede einzelne Übergabe an einen Empfänger. Die Kacheln oben zählen die Zustände und wirken zugleich als Filter. Erwartet wird Versendet und, sobald das Gerät quittiert, Empfangen.

Steht die Meldung im Eingang mit dem Merkmal „ohne Ziel", war kein Alarmweg zuständig. Gehen Sie zurück auf Konfiguration und prüfen Sie: Gibt es eine Verbindung von diesem Eingang? Steht sie auf AN? Hat sie Empfänger, und stehen die auf AN?

Ein zweiter Blick lohnt im Fenster jeder Anbindung: unter Die letzten 24 Stunden steht, wie viele Meldungen dort hereingekommen beziehungsweise wie viele Zustellungen gelungen und wie viele gescheitert sind.

Wenn der Probe-Alarm nicht ankommt

  1. Steht die Meldung im Eingang? Wenn nein, ist sie nie angekommen; prüfen Sie die Adresse beim Absender und ob die Eingangs-Anbindung auf AN steht.
  2. Trägt sie das Merkmal ohne Ziel? Dann fehlt die Verdrahtung oder sie steht auf AUS.
  3. Stehen im Versand Zustellungen? Wenn nein, hat die Verbindung keine Empfänger — oder alle Empfänger stehen auf AUS. Beides erzeugt keine einzige Zeile.
  4. Welchen Zustand haben sie? Fehlgeschlagen und Zurückgehalten tragen im Detail eine Begründung im Klartext.

Alles Weitere steht auf der Seite zu Eingang, Versand und Protokoll.

Abmelden

Menü Konto oben rechts, dann Abmelden. An geteilten Arbeitsplätzen gehört das zum Arbeitsende.