Alarme, gesendete Alarme und Logs
Alarme, gesendete Alarme und Logs
Eingang, Versand und Protokoll
Diese Seite ist für den Störfall. Die Frage lautet immer gleich: kam mein Alarm an, und wenn nein, wo klemmt es? Die Antwort steht unter Betrieb.
Die Menüpunkte heißen heute Eingang, Versand und Protokoll. In älteren Unterlagen finden Sie dafür noch „Alarme", „Gesendete Alarme" und „Logs".
Wo Sie was finden
| Menüpunkt | Was dort steht | Wofür Sie ihn öffnen |
|---|---|---|
| Eingang | jede Meldung, die angekommen ist, gleich über welche Anbindung: Alarme, Rückmeldungen, Notrufe, Testmeldungen, Gerätemeldungen | Ist die Meldung überhaupt bei uns eingetroffen, und wurde sie verteilt? |
| Versand | jede einzelne Übergabe an einen Empfänger, mit Zustand und Rückmeldung | Hat dieser eine Empfänger den Alarm bekommen? |
| Protokoll | die Rohdaten der Kommunikation | Wenn die beiden Seiten darüber nicht ausreichen |
Eine Meldung im Eingang erzeugt so viele Zeilen im Versand, wie es Empfänger gibt.
Der Weg einer Meldung: drei Stationen mit Ampel
Klicken Sie im Eingang bei einer Meldung auf Details. Rechts steht „Der Weg dieser Meldung" als Kette. Jede Station trägt eine Ampel.
Station 1: Angenommen
Die Meldung ist eingetroffen und gespeichert. Darunter stehen Zeitpunkt und Anbindung.
- Grün: normal angenommen.
- Gelb: angenommen, aber als Duplikat oder als Echo erkannt. Dann wurde bewusst nicht weiter alarmiert, siehe unten.
Ist diese Station nicht da, ist die Meldung nie angekommen. Dann liegt der Fehler beim Absender oder an der Adresse, die er benutzt.
Station 2: Verteilt
Der Broker hat gesucht, welche Verbindungen für diese Meldung zuständig sind, und daraus die Zustellungen erzeugt.
- Grün: Zustellungen wurden erzeugt; die Anzahl steht dabei.
- Rot: „Kein Alarmweg zuständig — es wurde niemand alarmiert." Daneben führt ein Verweis direkt auf Konfiguration prüfen.
- Grau: keine Zustellungen, aber auch kein Fehler. Für manche Meldungstypen ist das normal, wenn keine Verbindung sie abonniert hat, etwa bei reinen Gerätemeldungen.
Station 3: Zugestellt und bestätigt
Hier steht jede erzeugte Zustellung einzeln, mit Ziel, Zustand und, wo es Rückmeldungen gibt, der Rückmeldung des Geräts.
Die Ampel dieser Station fasst zusammen:
| Farbe | Bedeutung |
|---|---|
| rot | mindestens eine Zustellung ist endgültig fehlgeschlagen |
| gelb | mindestens eine ist noch unterwegs, wartet oder wird wiederholt |
| grau | alle wurden abgebrochen oder zurückgehalten |
| grün | alles ist hinaus |
Die Zustände im Klartext
Denselben Zustand sehen Sie in der Kette im Eingang und als Kachel im Versand.
| Zustand | Kachel im Versand | Was er bedeutet |
|---|---|---|
| wartet | Wartend | eingestellt, aber noch nicht hinausgegeben. Normalerweise nur für Sekunden |
| wird wiederholt | Wiederholung | der letzte Versuch ist misslungen, der Weg hat aber noch Versuche übrig. Unter Versuche steht, der wievielte von wie vielen läuft |
| versendet | Versendet | hinausgegeben. Ob der Empfänger es gelesen hat, ist damit noch nicht gesagt |
| empfangen | Empfangen | hinausgegeben und vom Gerät bestätigt. Das ist der Zustand, den Sie im Einsatz sehen wollen |
| fehlgeschlagen | Fehlgeschlagen | alle Versuche verbraucht, es wird nicht mehr versucht. Der Grund steht im Detail unter Letzter Fehler |
| zurückgehalten | Zurückgehalten | bewusst nicht gesendet. Der Grund steht im Detail unter Warum nicht zugestellt |
| abgebrochen | Abgebrochen | von Hand gestoppt. Wird nicht wieder aufgenommen |
| Probelauf | — | ein Testlauf. Es geht nichts hinaus |
Versendet ist nicht empfangen. Versendet heißt: die Plattform hat die Nachricht hinausgegeben. Erst wenn das Gerät zurückmeldet, wechselt der Zustand auf Empfangen. Für Wege ohne Geräte-Rückmeldung, etwa E-Mail oder Webhook, ist Versendet der Endzustand; im Detail steht dann „Für diesen Weg gibt es keine Geräte-Rückmeldungen."
Häufigster Fehlertext beim Pager ist „Der Pager ist gerade nicht verbunden — es wird weiter versucht." Dann ist das Gerät zu diesem Zeitpunkt nicht erreichbar gewesen; die Plattform versucht es weiter.
Wie hartnäckig nachgefasst wird
Wie oft und wie schnell wiederholt wird, hängt am Ausgang. Der Funkmeldeempfänger fasst deutlich hartnäckiger nach als alle anderen Wege.
| Ausgang | Wie nachgefasst wird |
|---|---|
| Funkmeldeempfänger | sofort wieder: nach 10 Sekunden, nach 30 Sekunden, danach jede Minute, bis zu 60 Versuche — also rund eine Stunde lang |
| E-Mail, DIVERA, Webhook | mit wachsendem Abstand: nach 1, 2, 4, 8 und 16 Minuten. Nach fünf Versuchen wird aufgegeben |
Der Unterschied ist gewollt: ein Gerät, das gerade keinen Empfang hat, soll den Alarm noch bekommen, wenn es eine halbe Stunde später wieder da ist. Bei E-Mail oder Webhook bringt stundenlanges Nachfassen nichts.
Die genaue Zahl steht in jeder Zustellung unter Versuche, als „der wievielte von wie vielen". Eine Zustellung kann also eine ganze Weile im Zustand Wiederholung stehen, ohne dass etwas kaputt ist. Wollen Sie nicht warten, brechen Sie sie ab.
Kein Alarmweg zuständig
Die Meldung wurde angenommen und ist als Nachweis vorhanden, aber es wurde niemand alarmiert. Im Eingang trägt sie das Merkmal ohne Ziel; über die Auswahlliste nur ohne Zielzuordnung finden Sie alle solchen Meldungen.
Prüfen Sie in dieser Reihenfolge auf Konfiguration:
- Gibt es überhaupt eine Verbindung von diesem Eingang? Öffnen Sie den Eingang; unter Verdrahtet mit steht es. Steht dort „Keine Verbindung — Meldungen kommen an, aber niemand wird alarmiert.", fehlt sie. Die Kachel einer solchen Anbindung trägt schon in der Übersicht die Markierung ohne Verteilregel.
- Steht die Verbindung auf AN? Eine Verbindung auf AUS verteilt nichts.
Ein Empfänger auf AUS erzeugt gar keine Zustellung. Er taucht im Versand also nicht als zurückgehaltene Zeile auf, sondern überhaupt nicht. Wer im Versand eine Zeile vermisst, prüft deshalb zuerst, ob der Empfänger auf AN steht — nicht, ob eine Zustellung fehlgeschlagen ist.
Duplikat und Echo
Beides sind Schutzmechanismen. In beiden Fällen wird die Meldung angenommen und gespeichert, aber bewusst nicht erneut alarmiert.
Duplikat. Derselbe Absender hat dieselbe Meldung noch einmal geschickt, mit gleicher Fremd-ID und gleichem Inhalt. Das passiert regelmäßig, wenn ein Absender nach einer Zeitüberschreitung von sich aus wiederholt. In der Kette steht: „als Duplikat erkannt, es wird nicht erneut alarmiert". Ohne diesen Schutz würden Ihre Einsatzkräfte denselben Alarm mehrfach bekommen.
Echo. Eine Meldung, die wir selbst erzeugt haben, kommt über eine Anbindung wieder bei uns an. In der Kette steht: „Echo unserer eigenen Meldung, wird nicht zurückgesendet". Ohne diesen Schutz würde die Meldung im Kreis laufen.
Beide Merkmale stehen in der Spalte Merkmale und lassen sich oben über nur Echos oder nur Duplikate einzeln herausfiltern. Dass sie sichtbar sind, ist Absicht: ein Absender, der wiederholt, soll nachvollziehen können, dass wir das bemerkt haben.
Warum eine Zustellung zurückgehalten wurde
Im Detail einer zurückgehaltenen Zustellung steht unter Warum nicht zugestellt eine Begründung im Klartext:
| Begründung auf dem Bildschirm | Was zu tun ist |
|---|---|
| „Der Quellschlüssel des Ereignisses ist keiner Empfängerliste zugeordnet. Ordnen Sie ihn unter Konfiguration → Empfängerlisten zu." | Das Kennzeichen aus der Meldung an der Verbindung nachtragen |
| „Die Nachricht hat bereits vier Stationen durchlaufen und wurde gestoppt, damit keine Schleife entsteht." | Verdrahtung prüfen: eine Meldung läuft im Kreis |
| „Diese Anbindung hat die Nachricht selbst ausgelöst — sie geht nicht an ihn zurück." | nichts. Sie geht bewusst nicht an ihren Urheber zurück |
| „Die Nachricht ist ein Echo unserer eigenen Meldung und wird nicht zurückgesendet." | nichts. Schleifenschutz |
| „Der Zielanbindung ist pausiert oder deaktiviert." | Den Ausgang auf Konfiguration öffnen und auf AN setzen |
| „Der Zielanbindung ist für diese Art von Meldung abgeschaltet." | Im Ausgang unter Konfiguration (Versand) den passenden Schalter prüfen |
| „Für diese Anbindungstyp ist kein Treiber vorhanden." | Betreiber ansprechen |
Eine Zustellung abbrechen
Der Knopf Abbrechen steht im Versand nur bei Zustellungen im Zustand Wartend oder Wiederholung. Er fragt zurück: „Diese Zustellung wirklich abbrechen? Der Alarm wird dann nicht mehr an den Empfänger gesendet."
Abbrechen wirkt nur, solange die Zustellung das Haus noch nicht verlassen hat. Ist sie bereits in Bearbeitung, lehnt der Server ab und zeigt den Grund oben auf der Seite an. Das heißt nicht, dass etwas kaputt ist: die Nachricht ist dann schon draußen und lässt sich nicht mehr zurückholen. Der Empfänger hat den Alarm. Klären Sie das in diesem Fall auf dem üblichen Weg mit den Alarmierten und nicht über die Oberfläche.
Eine abgebrochene Zustellung wird nicht wieder aufgenommen. Sie bleibt als Nachweis mit dem Zustand Abgebrochen stehen.
Aus Liste nehmen ist eine Sicht, keine Löschung
Der Knopf Aus Liste nehmen entfernt eine Zustellung aus Ihrer Arbeitsliste. Die Zustellung bleibt vollständig gespeichert, mit Zeitpunkten, Empfänger, Text, Zustand und Rückmeldungen. Der Nachweis bleibt also erhalten. Nutzen Sie das, um abgearbeitete Fälle aus dem Blickfeld zu bekommen.
Verwechseln Sie das nicht mit dem Knopf Ausblenden daneben: der klappt nur die geöffnete Detailzeile wieder zu und ändert an den Daten nichts.
Auch die Empfängeradresse ist gegen nachträgliche Änderungen geschützt: jede Zustellung friert die Adresse fest, an die sie ging. Wer später aus einer Empfängerliste genommen oder dort auf AUS gestellt wird, bleibt im Nachweis der alten Zustellungen stehen.
Rückmeldungen vom Pager
Meldet ein Funkmeldeempfänger zurück, steht die Rückmeldung im Klartext in der Spalte Rückmeldung und ausführlich im Detail unter Rückmeldungen, jeweils mit Zeitpunkt und RIC. Der Zeitpunkt der ersten Rückmeldung steht zusätzlich unter Vom Pager bestätigt.
Unterscheiden Sie streng zwischen zwei Sorten. Das ist im Einsatz der springende Punkt.
Automatische Quittungen des Geräts. Sie kommen ohne Zutun des Trägers und sagen nur etwas über die Zustellung aus, nichts über einen Menschen.
| Anzeige | Kommando | Bedeutung |
|---|---|---|
| Empfangen | 02 | das Gerät hat die Nachricht entgegengenommen |
| Gelesen | 04 | die Nachricht wurde am Gerät angezeigt |
| 06 | nicht beantwortet. Das Gerät meldet automatisch, dass der Träger nicht geantwortet hat |
Antworten des Trägers. Erst hier hat ein Mensch gehandelt.
| Anzeige | Kommando | Bedeutung |
|---|---|---|
| Bestätigt | 26 | der Träger hat den Alarm am Gerät bestätigt |
| KOMME | 80 | Antwort 1, üblicherweise mit dieser Bedeutung belegt |
| KOMME NICHT | 82 | Antwort 2, üblicherweise mit dieser Bedeutung belegt |
| KOMME SPÄTER | 84 | Antwort 3, üblicherweise mit dieser Bedeutung belegt |
Welche Antworttaste welchen Text trägt, hängt an der Programmierung Ihrer Geräte. Prüfen Sie das einmal, bevor Sie sich im Einsatz darauf verlassen.
Aus 02, 04 und 06 dürfen Sie also nicht schließen, dass jemand kommt. Aus 26, 80, 82 und 84 dürfen Sie es.
Achtung,Beschriftung irreführende Beschriftung. Fürvon Kommando 06 zeigt— dieerledigt am 12.08.2026. Die Oberfläche heutezeigte nochfür Kommando 06 früher das Wort Quittiert. Das istwar falsch und wirdließ korrigiert.einen Esunbeantworteten bedeutetAlarm nicht,wie dasseinen quittierten aussehen. Seit dem 12.08.2026 steht dort im Eingang wie im Versand Keine Antwort — dasselbe Wort, das das Protokoll schon immer benutzt hat. Ältere Auswertungen, die auf der Trägeralten quittiertBeschriftung hat,aufgebaut sondernhaben, daszählen Gegenteil:unbeantwortete die Nachricht wurde nicht beantwortet. Solange dort „Quittiert" steht, lesen Sie esAlarme als „keine Antwort"beantwortet und wertengehören Sie es nicht als Zusage. Im Protokoll steht für dasselbe Kommando bereits richtig „Keine Antwort".nachgerechnet.
Im Protokoll begegnen Ihnen daneben weitere Kommandos, die keine Rückmeldung auf einen Alarm sind: 08 Notruf, 10 Keep Alive (das regelmäßige Lebenszeichen des Geräts) und 20 Geräteinformation.
Kommen zu einer Zustellung mehrere Rückmeldungen, zeigt die Spalte die Anzahl und die zuerst eingegangene. Steht dort „keine", hat das Gerät zu diesem Alarm nichts zurückgemeldet.
Viele RICs bedeuten viele Zustellungen
Ein Gerät kann mehrere RICs führen. Ist ein Gerät mit allen seinen RICs als Empfänger eingetragen und trifft ein Alarm ein, der mehrere davon anspricht, entsteht je RIC eine eigene Zustellung. Bei einem Gerät mit 26 RICs sind das 26 Zeilen im Versand für einen einzigen Alarm.
Das ist kein Fehler und keine Mehrfachalarmierung im Sinne eines Duplikats, sondern die saubere Abrechnung je RIC. Welche RIC zu einer Zeile gehört, steht im Detail unter RIC dieser Zustellung. Wollen Sie weniger Zeilen, tragen Sie an der Verbindung statt alle RICs einzelne RICs ein.
Zwischen den Ansichten springen
- Im Versand führt im Detail der Verweis Auslösendes Ereignis ansehen zurück auf die Meldung im Eingang, die diese Zustellung erzeugt hat.
- Im Eingang führt Alles im Versand ansehen in die vollständige Versandliste.
Damit klären Sie die zwei üblichen Richtungen: von einem Einsatz zu allen Empfängern, und von einem Empfänger zurück zum auslösenden Einsatz.
Suchen und filtern
Im Eingang filtern Sie nach Typ (Alarm, Rückmeldung, Notfall, Test, Telemetrie) und nach Merkmal (ohne Zielzuordnung, Echos, Duplikate).
Im Versand wirken die sieben Zustandskacheln als Filter; ein zweiter Klick auf dieselbe Kachel hebt den Filter wieder auf, ebenso Filter aufheben. Das Suchfeld durchsucht Pager, RIC, Text und Empfänger. Angezeigt werden die letzten 200 Zustellungen; die Liste aktualisiert sich selbsttätig.
Protokoll
Reichen Eingang und Versand nicht aus, steht unter Betrieb → Protokoll die Rohkommunikation. Sie schalten oben zwischen den Ansichten Pager Inbound, Pager Outbound, DIVERA24/7 outbound und Systemlog um und schränken auf eine Pager-Seriennummer und einen Zeitraum ein. Filter zurücksetzen räumt auf, Auto-Refresh hält die Ansicht bei laufender Kommunikation aktuell.
Das Protokoll ist die letzte Instanz, nicht die erste. Für die Frage „kam mein Alarm an" reichen Eingang und Versand.